Donnerstag, 1. Januar 2009

3.14 MARK I, das Rechenungetüm


Howard Aiken


Mark 1 war der zweite und letzte Computer des Tabellierzeitalters. An zweiter Stelle lag er nicht nur historisch, sondern auch in der Leistung. Den ersten Computer aus der Generation Null hatte ein deutscher Ingenieur in den ersten Kriegsjahren ohne Förderprogramm in Berlin gebaut: Konrad Zuse. Seine elektromechanische Z3-Maschine mit interner Programmspeicherung benötigte für eine Multiplikation drei Sekunden. Doch diese Weltneuheit gelangte kaum über die großdeutschen Grenzen. Noch heute wird von vielen amerikanischen Autoren die Leistung des Deutschen vollkommen ignoriert. Auch der Brockhaus wusste lange Zeit nichts von Zuse. In der 1957er Ausgabe fehlt sein Name und seine Leistung völlig.
Desto mehr Furore machte in den Vereinigten Staaten MARK I. Allerdings drohte das Announcement 1944 unter Ausschluss Watsons und der IBM stattzufinden, die das Projekt mit über einer Million Dollar überhaupt möglich gemacht hatten. Bis ins Mark getroffen war der IBM-Senior, als er sah, dass der ehrgeizige Schöpfer von MARK I, der Harvard-Professor Howard H. Aiken, ihn an Eitelkeit zu übertreffen suchte. Sechs Jahre lang hatten IBM-Ingenieure nach den Plänen des Mathematik-Professors das mehrere Tonnen schwere Rechenwerk erstellt. Es war 15,5 Meter lang. 850 Kilometer Draht. 175.000 Steckkontakte und 1210 Kugellager verbargen sich hinter einem Gehäuse aus rostfreiem Stahl, Blech und Glas. Insgesamt waren es 765.000 Einzelelemente, die die neue Logik in Bewegung hielten. Die Performance gegenüber Zuses Zauberwerk ließ allerdings zu wünschen übrig: eine Multiplikation beschäftigte das Riesenbaby sechs Sekunden. Manpower und Money, die Investition der IBM, ignorierte generös das Computergenie aus "aikenen" Gnaden, der Mathematiker Aiken. In einer Pressekonferenz, einen Tag vor der offuiziellen Einweihung in Cambridge/Mass., jubelte Aiken sich, seine Universität und "seinen" Computer hoch. Zu hoch für Watson, der blass vor Zorn alle Hebel in Bewegung setzte, um sich, seine Firma und "seinen" Computer ins rechte Lich zurückzurücken. Aus diesen Cambridge Memories of Eitelkeit resultierte eine zwiespältige Einstellung Watsons zu Wissenschaftlern und deren Produkten.
Fazit: Das Dreigestirn Aiken, Watson, IBM setzte mit "MARK I" das Schlusslicht hinter die Relais-Zeit. Engstirnig wiegerte sich Watson von nun an, die Lichter des langsam aufglimmende Elektronik Zeitalters anzustecken.

Kommentare:

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