Henry II. besuchte Thomas II. Nach dem Austausch der üblichen Höflichkeiten kanm Henry II. zur Sache. Danach war für IBM Ford fort. Was war geschehen?
Henry II., der Autokönig, hatte über das Preis-/Service-Verhältnis seiner 1401-Armada nachgedacht und dabei konstatiert, dass der Rechenpower keine Manpower gegenüberstand. Die Bestätigung erhielt er durch ein Honeywell-Angebot, den weltweiten Austausch seiner Systeme zu halbem Preis und doppeltem Service zu regeln.
Der H-200-Coup traf voll auf den Punkt, um den sich das ganze IBM-Verkaufssystem drehte: Oberstes Prinzip allen Verkaufens ist es, den Kunden in eine Abhängigkeit zu bringen, aus der er sich nur mit hohem Verlust lösen kann. Dieser Glaube ist nicht zu erschüttern, solange die Mitbewerber allein auf technologischem Vorsprung vertrauen. Das Verkaufsargument Innovation ist das, was den Kunden schreckt, und ihn immer wieder in die heile Welt der IBM zurücktreibt. Honeywell kopierte mit der H 200 Technik und Vertrieb des Marktführers. Zur Diskussion gestellt wurde lediglich der Preis. Damit vollzog sich eine Umkehrung der Werte, auf die IBM setzte. Plötzlich war die IBM abhängig von ihren Kunden.
Thomas der II. , der Rechenkünstler war geschockt. Eine kurze Zwischenbilanz machte ihm schlagartig zwei Dinge klar:
- Erstens: Zwanzig Prozent seiner Kunden brachten achtzig Prozent seines Umsatzes und seines Profits,
- Zweitens: Die straffe Hardwarefessel wurde brüchig. Der erste Knoten war geplatzt.
Mit dem vorzeitigen /360-Announcement im April 1965 wurden alle IBM-Probleme überspielt. Neue Maßstäbe der Abhängigkeit setzte die Software, der die IBM fortan mehr vertraute als der Hardware.
Aus gutem Grund: Die Hardwarepreise sackten in den Keller, ein im Computergeschäft bislang kaum frequentiertes Marktsegment. Die ersten Mixer zogen ein. Was im Keller begann, endete beim Speicher.
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Samstag, 17. Januar 2009
Montag, 5. Januar 2009
3.18 Der Einzug der Transistoren
Doch mit einem leichten Paukenschlag kündigte sich bereits im Jahre 1955 der glorreiche Einzug der Transistoren an: Mit dem Versuchsmodell Tradic den zu American Telephone and Telegraph gehörenden Bell Laboratories der erste tastende Schritt in die zweite Generation. Drei Jahre später folgte Philco mit dem System 2000-210, Autonetics, General Electric, NCR und RCA. Univac, Bunker Ramo Corp. und CDC preschten ebenfalls mit transistorisierten Rechnern in den Markt, ehe IBM 1959 mit der 1620 und der 7090 sich langsam auf das neue Technologie-Terrain vorwagte.
Auch hier zeigte sich erneut, dass der technologische Vorsprung nicht die notwendige Bedingung für Markterfolg ist. Erst das 1960 installierte Datenverarbeitungssystem IBM 1401 war der eigentliche Knüller der Transistorzeit. Das Zusammenspiel von Lochkartenanlagen, die immer noch den Markt bevölkerten, und deren gezielte Ablösung durch die zweite Generation entschied den Markt zugunsten der IBM.
Nachdem sie sich an den Röhren fast die Finger verbrannt hatte, brachte die Festkörpertechnik die Computer richtig zum Laufen. Dabei war die 1401 der Renner. Noch heute treten gestandenen EDV-Profis Tränen in die Augen, wenn über dieses System gesprochen wird. Nostalgie, die - wie böse Zungen behaupten - darauf basiert, dass die 1401 der letzte Computer war, den sowohl IBM wie Benutzer noch voll im Griff hatten. Französische Forscher im IBM Labor Paris packten als erste das 1401-Konzept an. Sie ersannen die Logik, die in Endicott in Hardware umgesetzt wurde.
Umsatz machte das System dfurch beinen marktkonformen Mietpreis bei entsprechender Leistung. In einem internationalen Verkaufsfeldzug löste sie mehr und mehr die Tabelliermaschinen ab. Von der 1401 wurden weltweit mehr als 5000 Systeme installiert. Dieser Verkaufsschlager brachte die IBM in eine solche Euphorie, aus der sie mit dem Renommierauftrag "Stretech" mit einem dicken Kater erwachte.
Die amerikanische Atomenergiebehörde bestellte Anfang der sechziger Jahre bei bei der IBM einen Giganten, das damals größte verfügbare Computersystem 7030. Bei dieser Maßanfertigung geriet die IBM in Stretch-Stress. Der Liefertermin wurde nicht eingehalten. Die Anlage erreichte nur 70 Prozent der angekündigten Leistung. IBM musste den Preis der Leistung anpassen und eine Gutshcirft über 4,5 Millionen Dollar ausstellen. Insgesamt fuhr sie mit dem 7030-Stretech-System 20 Millionen Dollar Verlust ein. Den Profit machte ein kleiner Mitbewerber, der die IBM auch später in Kalamitäten brachte: die Control Data Corporation (CDC), die sich mit der Spezialisierung auf wissenschaftliche Rechner einen interessanten Teilmarkt sicherte.
Währenddessen erhielt die 1401 Zuwachs. Es bildete sich eine lockere Systemsippe: 1401 H, 1401 G, 1440, 1410, 1480. Für frühreife Transistoraufsteiger gab es die 7000er Serie, bei der 1401-Systeme als schnelle Output-Maschinen eingesetzt wurden.
Auch hier zeigte sich erneut, dass der technologische Vorsprung nicht die notwendige Bedingung für Markterfolg ist. Erst das 1960 installierte Datenverarbeitungssystem IBM 1401 war der eigentliche Knüller der Transistorzeit. Das Zusammenspiel von Lochkartenanlagen, die immer noch den Markt bevölkerten, und deren gezielte Ablösung durch die zweite Generation entschied den Markt zugunsten der IBM.
Nachdem sie sich an den Röhren fast die Finger verbrannt hatte, brachte die Festkörpertechnik die Computer richtig zum Laufen. Dabei war die 1401 der Renner. Noch heute treten gestandenen EDV-Profis Tränen in die Augen, wenn über dieses System gesprochen wird. Nostalgie, die - wie böse Zungen behaupten - darauf basiert, dass die 1401 der letzte Computer war, den sowohl IBM wie Benutzer noch voll im Griff hatten. Französische Forscher im IBM Labor Paris packten als erste das 1401-Konzept an. Sie ersannen die Logik, die in Endicott in Hardware umgesetzt wurde.
Umsatz machte das System dfurch beinen marktkonformen Mietpreis bei entsprechender Leistung. In einem internationalen Verkaufsfeldzug löste sie mehr und mehr die Tabelliermaschinen ab. Von der 1401 wurden weltweit mehr als 5000 Systeme installiert. Dieser Verkaufsschlager brachte die IBM in eine solche Euphorie, aus der sie mit dem Renommierauftrag "Stretech" mit einem dicken Kater erwachte.
Die amerikanische Atomenergiebehörde bestellte Anfang der sechziger Jahre bei bei der IBM einen Giganten, das damals größte verfügbare Computersystem 7030. Bei dieser Maßanfertigung geriet die IBM in Stretch-Stress. Der Liefertermin wurde nicht eingehalten. Die Anlage erreichte nur 70 Prozent der angekündigten Leistung. IBM musste den Preis der Leistung anpassen und eine Gutshcirft über 4,5 Millionen Dollar ausstellen. Insgesamt fuhr sie mit dem 7030-Stretech-System 20 Millionen Dollar Verlust ein. Den Profit machte ein kleiner Mitbewerber, der die IBM auch später in Kalamitäten brachte: die Control Data Corporation (CDC), die sich mit der Spezialisierung auf wissenschaftliche Rechner einen interessanten Teilmarkt sicherte.
Währenddessen erhielt die 1401 Zuwachs. Es bildete sich eine lockere Systemsippe: 1401 H, 1401 G, 1440, 1410, 1480. Für frühreife Transistoraufsteiger gab es die 7000er Serie, bei der 1401-Systeme als schnelle Output-Maschinen eingesetzt wurden.
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